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Positive Impulse auch für die deutsche Wirtschaft: Bidens "American Rescue Plan"

Der US-amerikanische Kongress hat auf Initiative des neuen US-Präsidenten Joe Biden ein massives Konjunkturpaket ("American Rescue Plan") mit einem Volumen von 1,9 Billionen US-Dollar verabschiedet. Das Paket dürfte der US-Wirtschaft einen deutlichen Wachstumsschub verpassen, der auch positiv nach Europa ausstrahlt. Relevante Inflationsgefahren gehen derweil von dem Paket nicht aus.
Simulationen des IMK mit dem Mehrländer-Simulationsmodell NIGEM zeigen, dass die Impulse insbesondere für die US-Wirtschaft hoch sind. So dürfte das US-Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr um 2,9 % höher ausfallen als ohne diese fiskalpolitischen Maßnahmen und um 3,0 % im Jahr 2022. Auch Europa profitiert von der höheren Nachfrage aus Übersee. Für Deutschland fallen die positiven Auswirkungen durch das US-Paket mit 0,3 % des BIP für 2021 und 0,1 % für 2022 dabei annähernd so groß aus wie für den Euroraum insgesamt.
Eine Überhitzung der US-Wirtschaft ist in der aktuellen Situation unwahrscheinlich. Zwar wird die Teuerungsrate in den USA durch die verstärkte Nachfrage in diesem und im nächsten Jahr anziehen. Aber die Unterauslastung der US-Wirtschaft ist infolge der Corona-Krise hoch, was sich in dem drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit und der weiter gefassten Unterbeschäftigung widerspiegelt. Daher ist keine Preis-Lohn-Spirale zu erwarten, zumal die Konjunkturstütze nur vorübergehend angelegt ist.

Quelle

Dullien, Sebastian; Tober, Silke; Watzka, Sebastian: Bidens "American Rescue Plan"
IMK Kommentar, 4 Seiten

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