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Policy Brief

Simulationsergebnisse verschiedener Reformvorschläge: Stellschrauben und Scheinlösungen in der gesetzlichen Rentenversicherung

Mit dem Rentenmodell DyReMo werden verschiedene Varianten der künftigen Entwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung sowie Reformen simuliert und die Folgen für Beitragssatz, Sicherungsniveau, Zahlungen aus dem Bundeshaushalt und implizite Renditen analysiert. Dabei werden eine veränderte Zuwanderung, eine bessere/schlechtere Arbeitsmarktentwicklung, die Erhöhung der Regelaltersgrenze, der Vorschlag der Jungen Union zur Rücknahme zusätzlicher Bundesmittel, eine Veränderung des Parameters alpha im Nachhaltigkeitsfaktor der Rentenformel sowie der Einbezug von Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung untersucht. Es wird gezeigt, dass vor allem eine verstärkte Zuwanderung und eine verbesserte Arbeitsmarktentwicklung in der Lage sind, zugleich die Beitragssätze gegenüber dem Basisszenario zu senken, das Rentenniveau zu stabilisieren sowie die internen Renditen der jüngeren Kohorten zu verbessern. Die meisten anderen Reformvorschläge erfüllen mindestens eines dieser Kriterien nicht und belasten oft entgegen der erhofften Wirkung jüngere Generationen. Eine Ausweitung der Versicherungspflicht auf Selbstständige wirkt zwar positiv auf alle Kennziffern, greift aber erst langfristig.

Stichworte: Gesetzliche Rentenversicherung, Dynamisches Rentenversicherungsmodell, DyReMo, Beitragssatz, Sicherungsniveau, Bundeszuschüsse, Bundesmittel, interne Rendite, Demografie, Regelaltersgrenze, Nachhaltigkeitsfaktor, Generationengerechtigkeit

Quelle

Blank, Florian; Domingues Semeano, João; Dullien, Sebastian; Logeay, Camille; Stein, Ulrike (2026): Stellschrauben und Scheinlösungen in der gesetzlichen Rentenversicherung - Simulationsergebnisse verschiedener Reformvorschläge
IMK Policy Brief Nr. 211, Düsseldorf, 27 Seiten

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